Verfolgt und umworben – 2000 Jahre Jüdisches Erbe

2000 Jahre Jüdisches Erbe
Ein Film von Andreas Berg


Im Jahr 321 wurde die jüdische Gemeinde von Köln erstmals in einer in
Trier ausgestellten Urkunde erwähnt. Tatsächlich gibt es aber bereits seit
2000 Jahren jüdisches Leben in unserer Region; zum Beispiel kamen durch
Truppenverlegungen, als Tross in Begleitung syrischer Soldaten, Juden ins
Rheinland, wie auf 70 n. Chr. datierte Öllämpchen mit Menora beweisen.
Rheinland-Pfalz blickt also auf eine wechselvolle jüdische Vergangenheit
zurück. Auf Epochen, die von kultureller Blüte und Akzeptanz jüdischen
Lebens geprägt waren, folgten wiederholt Zeiten mit Verfolgung, Pogromen
oder mit dem Untergang ganzer Gemeinden. Neben den großen SchUMStädten
Mainz, Worms und Speyer gab es zeitweise auch in ländlichen Regionen wie
im Hunsrück und in der Pfalz viele kleine jüdische Gemeinden
und ein höchst lebendiges Landjudentum.
Der Film »Verfolgt und umworben – Zweitausend Jahre jüdisches Erbe«
beleuchtet die jüdische Geschichte von den frühesten Spuren bis in die
Gegenwart – inkl. der Perspektiven der heutigen Gemeinden.
Und er erinnert an drei Lyrikerinnen aus dem Raum Trier: Gerty Spies, Elise
Haas und Gertrud Schloß – alle drei Opfer des NS-Regimes.
Für Recherchearbeiten und Filmaufnahmen zu Gertrud Schloß besuchten
Andreas Berg und Rainer Breuer auch das Centre National de Littérature in
Luxemburg, was wiederum weitere spannende Erkenntnisse zutage
förderte.

Einführung zum Film durch Andreas Berg M. A.
Donnerstag, 29.1.26, um 19.30 Uhr
Foyer des Palais Walderdorff (Raum 5),
Trier, Domfreihof 1 b
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten unter:
kukt-anmeldung@t-online.de

Informationen zur gesamten Veranstaltungsreihe : Veranstaltungsreihe „Gedenken“